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Der Pavillon

Ein Volumen, sehr viel Glas und die Disziplin, es leer zu halten.

Der Pavillon

Gewünscht ist ein Haus, das größtenteils ein Raum ist, größtenteils offen und größtenteils auf etwas gerichtet. Das Vergnügen liegt im Raum selbst statt in dem, was hineingestellt wird, was bedeutet, dass der Maßstab für jedes Objekt brutal hoch ist: In einem leeren Raum zeigt sich alles.

Was daran funktioniert

Man bekommt ein Haus, das sich vom ersten Moment an ruhig anfühlt und fotografiert wie kein anderes. Das Leben in einem einzigen Volumen bringt außerdem Menschen zusammen, woran große Häuser meist scheitern.

Worauf zu achten ist

Drei Risiken, alle in der Planungsphase lösbar. Akustik: ein hartes Volumen mit Glas an zwei Seiten ist ein Raum, in dem beim Abendessen niemand jemanden hört, also Budget für weichen Boden, schwere Vorhänge und eine gepolsterte Masse einplanen. Nachmittagssonne: vertikaler Sonnenschutz nach Westen, sonst geht der Raum von vier bis zur Dämmerung verloren. Und Stauraum, denn ein Pavillon mit sichtbarer Unordnung ist schlicht ein Chaos.

Die Räume, die es braucht

  • Ein Volumen mit einem niedrigen, komprimierten Eingang davor
  • Ein separater kleiner Raum mit Tür für die Zeiten, in denen jemand eine braucht
  • Stauraum in Höhe von zehn Prozent der Fläche, außer Sicht
  • Ein geschützter Außenraum auf der windabgewandten Seite

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Der Plan vor der Aussicht

Jedes teure Haus auf einem schönen Grundstück macht denselben Fehler, und der passiert in der ersten Planungswoche.

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